Coronavirus - Empfehlungen zum Umgang mit dem Corona-Virus (COVID 19)

Auf dieser Seite finden Sie, die vertragszahnärztlichen Praxen in Sachsen-Anhalt, eine Zusammenstellung von Informationen im Umgang mit dem Coronavirus, Verweise zu aktuellen Regelungen auf Bundes- und Landesebene sowie Hinweise für die Bewältigung des Praxisalltags.

Corona-Hotline der KZV Sachsen-Anhalt

Für sämtliche Fragen, die sich aktuell aus der Corona-Pandemie ergeben, steht unsere Corona-Hotline den Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten Sachsen-Anhalts telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. Sie erreichen uns zu unseren Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr.

Telefon 0391 6293-001
E-Mail corona@kzv-lsa.de

 

Abrechnung von Corona-Tests

KZV-Mitglieder können entstandene Sachkosten und ggf. erbrachten ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Testung asymptomatischer Personen gemäß Coronavirus-Testverordnung über unsere Online-Formulare abrechnen.

Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten/Leistungen gemäß TestV

 

Informationen für die Zahnarztpraxis

Nachfolgend finden Sie alle Informationen, die im Praxisalltag wichtig sind.

  • aktualisiert am 17.09.2021: Sonderregelungen für die Verordnung von Heilmitteln und Krankentransporten (Verlängerung)
  • aktualisiert am 16.08.2021: Corona-Testung durch Vertragszahnärzte (Bürgertestungen durch Zahnarztpraxen)
  • aktualisiert am 06.07.2021: Corona-Testung durch Vertragszahnärzte (Für Testungen ab dem 1. Juli 2021 geltende Regelungen)
Corona-Testungen durch Vertragszahnärzte
Für Testungen ab dem 1. Juli 2021 geltende Regelungen

Mit der Neufassung der Coronavirus-Testverordnung zum 1. Juli 2021 ergeben sich auch für Zahnarztpraxen relevante Änderungen, da sie in den Kreis der berechtigen Leistungserbringer aufgenommen sowie die Vergütung für Sachkosten und Leistungen angepasst wurden.

Eine Zusammenfassung der für Sie relevanten Neuerungen der Coronavirus-Testverordnung haben wir in der Rundmail vom 6. Juli 2021 zusammengefasst und im Rundbrief 08/2021 ergänzt. Wir bitten auch um entsprechende Beachtung der Empfehlungen der Bundeszahnärztekammer.

 

Zahnarztpraxen sind "berechtige Leistungserbringer"

Das bedeutet konkret, dass es für Zahnarztpraxen formal keiner Beauftragung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst mehr bedarf, um auch asymptomatischen Personen, die nicht zur Gruppe der in der Praxis Tätigen zählen, auf Grundlage der Coronavirus-Testverordnung ein Testangebot zu machen (Testanlässe siehe §§ 2 bis 4b TestV). Gleichwohl besteht keine Verpflichtung der Zahnarztpraxen, anderen Personen als den in der Praxis Tätigen Corona-Testungen anzubieten.

 

"Bürgertestungen" durch Zahnarztpraxen

Die aktuelle Testoverordnung ermöglicht, dass u. a. auch die Bürgertestung von Zahnärzten durchgeführt werden kann. Sofern eine Zahnarztpraxis "Bürgertestungen" durchführt, sind folgende Punkte zwingend zu beachen:

  • Es dürfen ausschließlich PoC-Antigen-Tests zum Einsatz kommen und über die KZV abgerechnet werden. Refinanziert werden nur selbst beschaffte und genutzte Tests, die zum Zeitpunkt der Bestellung online beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Liste der erstattungsfähigen Antigen-Schnelltests aufgeführt sind.
  • Die Testung darf nur bei asymptomatischen Personen (unabhängig vom Versichertenstatus und unabhängig von Herkunft oder Wohnsitz) erfolgen.
  • Die testberechtigte Person ist verpflichtet, dem Leistungserbringer einen amtlichen Lichtbildausweis zum Nachweis der Identität vorzulegen.
  • Der getesteten Person muss ein Zeugnis über das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ausgestellt werden (siehe Musterbescheinigung der KVSA)
  • Ist das Ergebnis des Schnelltests positiv, muss ein PCR-Test veranlasst werden.
  • Positive Testergebnisse (Schnelltest und PCR-Test) sind meldepflichtig (beim zuständigen Gesundheitsamt)!

Ab dem 1. August 2021 gelten zudem folgende weitere Verpflichtungen im Rahmen der Durchführung von Bürgertestungen:

  • Die Zahnarztpraxis muss zur Ergebnismitteilung und zur Erstellung eines COVID-19-Testzertifikats im Sinne des § 22 Abs. 7 IfSG an die Corona-Warn-App angebunden sein und das Testergebnis auf Wunsch der getesteten Person auf die Corona-Warn-App übermitteln. Weitere Infos und die Registrierung erfolgt über www.coronawarn.app -> Schnelltestpartner werden
  • Die Zahl der erbrachten Bürgertestungen sowie die Anzahl der positiven Testergebnisse ist monatlich und standortbezogen an das zuständige Gesundheitsamt zu übermitteln.

Die Sachkosten der Bürgertestung sind pauschal mit 3,50 Euro je Test refinanzierungsfähig. Das Gespräch mit der zu testenden Person im Zusammenhang mit der Testung, die Entnahme von Körpermaterial, die PoC-Diagnostik, die Ergebnismitteilung, die Ausstellung eines Zeugnisses über das Testergebnis und die gegebenenfalls notwendige Meldung an das Gesundheitsamt werden zusammen pauschal mit 8 Euro je Test vergütet. (Die KVSA behält einen Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 3,5 % des Gesamtbetrags der Abrechnungen abzüglich der Sachkosten ein.)

 

Corona-Tests beim eigenen Praxispersonal

Die Regelung zur Testung des eigenen asymptomaschen Praxispersonals verändert sich dahingehend, dass neben PoC-Antigen-Tests nun auch Antigen-Tests zur Eigenanwendung (mit und ohne Überwachung) abrechnungsfähig sind. Die entstandenen Sachkosten werden für ab dem 1. Juli 2021 durchgeführte Testungen nurmehr mit einer Pauschale in Höhe von 3,50 EUR pro beschafftem und durchgeführtem Test erstattet. Es können weiterhin maximal 10 Tests pro Monat und in der Praxis tätiger Person zur Erstattung gebracht werden.

 

Abrechnung der Corona-Testungen

Die Beantragung der Refinanzierung von Corona-Tests können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte direkt über ein Online-Formular der KZV vornehmen.

Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten/Leistungen gemäß TestV

 

Hinweise zur Umsetzung der Coronavirus-Testverordnung

Coronavirus-Testverordung vom 24.06.2021

KZBV: Coronavirus - Informationen für Zahnarztpraxen (u.a. Testverordnung)

BZÄK: Informationen zur TestV für Zahnärztinnen und Zahnärze

 


Für Testungen bis zum 30. Juni 2021 geltende Regelungen

entsprechend Coronavirus -Testverordnung vom 8. März 2021 und Erster Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung vom 3. Mai 2021

 

Corona-PoC-Schnelltests beim eigenen Praxispersonal

Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten ist es auf Grundlage der Coronavirus-Testverordnung (TestV) erlaubt, PoC-Antigen-Tests beim eigenen Praxispersonal durchzuführen. Voraussetzung ist, dass die Person asymptomatisch ist.

Zu den in der Zahnarztpraxis Tätigen lassen sich laut KZBV und BZÄK neben dem Praxispersonal auch freie Mitarbeiter:innen oder externe Dienstleister:innen (bspw. Reinigungskräfte) zählen, die sich regelmäßig in der Praxis aufhalten. PCR-Tests dürfen nur durch die zuständigen Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und deren Testzentren sowie durch den ÖGD beauftragte Dritte, Arztpraxen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchgeführt werden.

 

Corona-PoC-Schnelltests bei Patientinnen und Patienten nur im Auftrag des ÖGD

Sofern zuvor eine entsprechende Beauftragung durch die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren ergangen ist, sind für Patientinnen und Patienten Corona-Tests grundsätzlich auch in Zahnarztpraxen beziehungsweise zahnärztlich geführte Einrichtungen möglich.

Ohne einen entsprechenden Auftrag durch die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die von ihnen betriebenen Testzentren dürfen Zahnärztinnen und Zahnärzte Patientinnen und Patienten auch weiterhin nicht auf das Coronavirus testen und über die KZV abrechnen!

Sollten Sie eine Beauftragung erhalten, bitten wir Sie eine Kopie dieses Dokuments umgehend an die KZV zu übermitteln (per Fax an 0391 6293 234 oder per E-Mail an silva.hoyer-voelker@kzv-lsa.de bzw. an sandra.ambach@kzv-lsa.de).

Beachten Sie bitte auch, dass für die Durchführung Corona-PoC-Schnelltests bei Patientinnen und Patienten bestimmte Voraussetzung in der Praxis zwingend gegeben sein müssen. Entsprechende Hinweise zu Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Schutzausrüstung finden Sie auf der Webseite der KBV.

 

Abrechnung von Corona-Tests

Refinanziert werden nur selbst beschaffte und genutzte PoC-Antigen-Schnelltests, die zum Zeitpunkt der Bestellung online beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Liste der erstattungsfähigen Antigen-Schnelltests aufgeführt sind.

Die Beantragung der Refinanzierung von Corona-Tests können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte direkt über ein Online-Formular vornehmen.

Online-Formular zur Abrechnung von Sachkosten/Leistungen gemäß TestV

 

Hinweise zur Umsetzung der Coronavirus-Testverordnung

Coronavirus-Testverordung vom 08.03.2021

Erste Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Testverordnung vom 03.05.2021

KZBV: Coronavirus - Informationen für Zahnarztpraxen (u.a. Testverordnung)

BZÄK: Informationen zur TestV für Zahnärztinnen und Zahnärze

 

Empfehlungen zum Umgang mit Patienten

Die Erkältungszeit beginnt und damit auch die Unsicherheit im Umgang mit Personen mit Krankheitssymptomen. Oft ist es schwierig zu unterscheiden, ob jemand nur eine Erkältung hat oder der begründete Verdacht einer COVID-19-Erkrankung besteht.

Um einer Weiterverbreitung des Virus entgegen zu wirken, sollten alle Patienten durch geeignete Maßnahmen (z.B. Homepage, Aushänge an und in der Praxis) informiert werden, dass sie sich bei Atemwegsinfektionen, die im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Risikogebieten oder Kontakt mit SARS-CoV-2-Infizierten stehen, zuerst telefonisch mit der Praxis in Verbindung setzen.

Es empfiehlt sich ebenso, die Patienten bereits vor dem Betreten der Praxis um ihre Mithilfe zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus zu bitten. Dafür können Sie folgendes Hinweisplakat nutzen:

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang

 

Umgang mit Patienten, bei denen ein Infektionsverdacht besteht

Neben den Standard-Hygienemaßnahmen empfehlen wir folgenden Umgang mit Patienten, die unter dem Verdacht einer Erkrankung mit Covid 19 stehen, weil

  • sie Kontakt zu Erkrankten hatten
  • aus einem Hochrisikogebiet zurückgekehrt sind oder
  • typische Symptome (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit)

aufweisen:

Behandlungsoptionen (Infografik)

Die Behandlung von Patienten, die bereits Symptome einer akuten respiratorischen Erkrankung der unteren Atemwege (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit) zeigen, sollte auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt.

Diese Patienten sind zur Sicherung der Diagnose an den Hausarzt bzw. den kassenärztlichen Notdienst unter Tel. 116117 zu verweisen.

Wenn sich eine Patientin oder ein Patient nach einer Behandlung (<14 Tage) mit einem positiven Testergebnis bei Ihnen meldet, kontaktieren Sie bitte Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt hat dann über die notwendigen Schritte und ggfs. über eine Praxisschließung zu entscheiden.

RKI: Gesundheitsämter nach Ort und Postleitzahl

Risikomanagement bei Notfallbehandlungen

Bei Notfallbehandlungen beachten Sie bitte:

  • Räumliche oder organisatorische Trennung der an COVID-19 erkrankten Patienten von den Patienten der Normalsprechstunde
  • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille/Gesichtsschutzschirm, Atemschutzmaske der Klasse FFP-2 oder FFP-3, hygienische Händedesinfektion, Einmalhandschuhe, langärmliger, flüssigkeitsabweisender Schutzkittel, vorzugsweise Kopfhaube und Füßlinge; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen)
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten.
  • Patienten anhalten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren.
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen.

Hier finden Sie weitere Informationen:

Zahnmedizinische Behandlungszentren für Notfallbehandlungen von corona-infizierten Patienten und Personen in Quarantäne

Die zahnmedizinische Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion erfolgt in speziell ausgestatteten Kliniken und Schwerpunktpraxen. Um Ihnen den Entscheidungs- und Überweisungsprozess weitestgehend zu vereinfachen, stellen wir Ihnen ein Ablaufschema zur Verfügung.

Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal der kritischen Infrastruktur bei Personalmangel

Das Robert-Koch-Institut hat Empfehlungen zum Umgang mit Kontaktpersonen innerhalb des Personals der kritischen Infrastruktur (zu der auch Zahnarztpraxen zählen) veröffentlicht. Die Handlungsoptionen sollen nur in Situationen zur Anwendung kommen, in denen ein relevanter Personalmangel vorliegt und ohne Nutzung der Optionen die Aufrechterhaltung des Betriebs der Kritischen Infrastruktur nicht sichergestellt werden kann.

Aktuelle RKI-Empfehlungen:

Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal der kritischen Infrastruktur bei Personalmangel

Sonderregelungen für die Verordnung von Heilmitteln und Krankentransportleistungen

Aufgrund des bundesweit steigenden Infektionsgeschehens hat der G-BA mit Wirkung zum November 2020 zeitlich befristete bundesweite Sonderregelungen zur Verordnung von Heilmitteln und Krankentransportleistungen aktiviert.

Für den vertragszahnärztlichen Bereich gelten weiterhin folgende befristete Regelungen (verlängert mit Beschluss vom 16.09.2021):

  • Zahnärztinnen und Zahnärzte können Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls auch nach telefonischer Anamnese ausstellen (bis 31. Dezember 2021 verlängert).
  • Verordnungen behalten ihre Gültigkeit, auch wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird (bis 31. Dezember 2021 verlängert).
  • Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie können unter datenschutzkonformer Anwendung und mit Einwilligung des Patienten auch als Videobehandlung erbracht werden (bis 31. Dezember 2021 verlängert).
  • Krankentransportfahrten von an COVID-19-erkrankten Personen sowie und Personen unter behördlich angeordneter Quarantäne zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten vertragszahnärztlichen Behandlungen bedürfen vorübergehend keiner vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse (gilt solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat; derzeit bis zum 25. November 2021). Verordnungen für Krankentransporte und Krankenfahrten können auch nach vorheriger telefonischer Anamnese ausgestellt werden (bis 31. Dezember 2021 verlängert).

 

Aktuelle Übersicht des G-BA:

Befristete Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

Musterdokumente zum Download

Bescheinigung über das Vorliegen eines negativen PoC-Antigen-Tests (Schnelltest) für Beschäftigte

Zahnärzte sind gemäß geltender Coronavirus-Testverordnung ermächtigt, bei in der Praxis tätigen Personen PoC-Antigentests (Schnelltests) durchzuführen. Ein Muster für eine Bestätigung des negativen Testergebnisses steht Ihnen hier zur Verfügung. Achtung: Ein positives Testergebnis muss durch einen PCR-Test unter ärztlicher Aufsicht bestätigt werden!

 

Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung

Für den Fall, dass die politischen Verantwortlichen Einschränkungen des Bewegungsradius oder Ausgangssperren aussprechen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden die Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeiter unter Umständen einen Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung benötigen. Wir haben vorsorglich ein Muster für die Praxen erstellt.

 

Ablaufschema zur Überweisung in Schwerpunktpraxen und Notfallkliniken

Die zahnmedizinische Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion erfolgt in speziell ausgestatteten Kliniken und Schwerpunktpraxen. Es wurde vereinbart, dass die Notfallbehandlung von infizierten oder unter Quarantäne stehenden Patientinnen und Patienten in den Schwerpunktpraxen und den Kliniken ausschließlich durch Vermittlung der Hauszahnärztin oder des Hauszahnarztes erfolgt, da die entsprechende Einzelfallentscheidung eine genaue Kenntnis des Patienten und der Behandlungssituation voraussetzt. Die Information, welche Klinik oder Schwerpunktpraxis die zahnärztliche Notfallbehandlung übernehmen kann, erhalten Sie durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117). Um Ihnen den Entscheidungs- und Überweisungsprozess weitestgehend zu vereinfachen, stellen wir Ihnen ein Ablaufschema zur Verfügung.

Meldung an Zulassungsstelle bei Quarantäne oder notwendiger Praxisschließung

Sollten Sie aufgrund einer Quarantäne oder anderer Umstände Ihre Praxis vorübergehend schließen müssen, bitten wir Sie um eine kurzfristige, formlose Meldung an die Zulassungsstelle (0391 6293-272) der KZV.

Finanzielle Unterstützungsleistungen für Zahnärzte

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittleren Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern, die besonders unter coronabedingten Umsatzausfällen leiden, gewährt die Bundesregierung verschiedene außerordentliche Wirtschaftshilfen.

Für Zahnarztpraxen ergeben sich daraus aktuell folgende Möglichkeiten, Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen:

Überbrückungshilfe III

Überbrückungshilfe III Plus

KfW-Schnellkredit 2020

Freiberufler, die coronabedingt in eine finanzielle Schieflage geraten sind, können – befristet bis zum 31. Dezember 2021 – einen Schnellkredit der KfW erhalten. Auch Zahnärztinnen und Zahnärzte gehören zu den Antragsberechtigten. Für die Kreditbeantragung wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank, die die KfW-Schnellkredite durchleitet.

Weitere Informationen zum KfW-Schnellkredit 2020

Informationen zu Fragen des Arbeitsrechts und des Arbeitsschutzes

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat im Februar 2021 den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für ärztliche und zahnärztliche Praxen sowie für medizinische Versorgungszentren veröffentlicht. Er basiert auf der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sowie der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel und dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Der Branchenstandard dient als Richtschnur zur Auslegung des Arbeitsschutzgesetze und bietet Hilfestellung für Einrichtungen u. a. der Zahnmedizin bei der Erfüllung ihrer Pflichten zum Schutz der Beschäftigten vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Zugleich orientiert sich die Beratung und Überwachung der BGW an diesem Standard.

Der Branchenstandard sowie weitere Informationen der BGW stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung:

 

Verdienstausfall

Wer aus infektionssschutzrechtlichen Gründen durch das Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann mitunter eine Entschädigung beantragen.

Weitere Informationsquellen

Aktuelle Risikobewertung des RKI

Fallzahlen in Deutschland sind auf dem RKI Dashboard online unter https://corona.rki.de bis auf Landkreisebene abrufbar.

Corona-Warn-App

Informationen zur Corona-Warn-App in verschiedenen Sprachen sowie die Download-Links finden Sie auf der Themenseite der Bundesregierung unter www.corona-warn-app.de

Weitere Informationsquellen

Nutzen Sie auch folgende Informationsplattformen, um sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten:

Informationen zum Corona-Virus aus den Kreisfreien Städten und den Landkreisen Sachsen-Anhalts:

Rundschreiben und Rundmails

Die Rundschreiben und Rundmails, mit den Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus, finden Sie hier (im geschützten Mitgliederbereich).